Freitag, September 9

[Rezension] Wunderbare Möglichkeiten von Manfred Mai

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Gebundene Ausgabe: 130 Seiten
Verlag: fabulus Verlag
Erscheinungstermin: 15. August 2016
ISBN-10: 3944788400
Empfohlenes Lesealter: 10 - 12 Jahre

Auf der Seite des Fabulus-Verlags könnt ihr euch eine >>LESEPROBE<< durchlesen


Maximilian ist ein aufgeweckter, intelligenter, belesener Junge. Das Leben stellt ihm viele Fragen, und er denkt über Gott und die Welt nach. Doch die Antworten der Erwachsenen helfen ihm nicht weiter, weil sie ihn nicht ernst nehmen, sondern als zu jung für solche Dinge abkanzeln. Das bringt Maximilian gehörig auf die Palme. Sein bester Freund Yasin holt ihn immer runter, wenn Maximilian mal wieder zu explodieren droht. Leonie, seine ältere Schwester, ist ganz auf der Seite ihres Bruders und versteht ihn. Und dann ist da noch Anna. Sie ist nicht nur eine Gleichgesinnte und liebt Bücher so wie Maximilian, sondern wann immer er an sie denkt oder sie trifft, hat er Schmetterlinge im Bauch. Die Geschichte einer ersten zarten Liebe - mit offenem Ausgang ...

Autor
Manfred Mai, Jahrgang 1949, war acht Jahre lang Realschullehrer, bevor er sich ganz für das Schreiben entschied. Seit 1978 sind rund 150 Bücher von ihm erschienen, die zum Teil in 27 Sprachen übersetzt wurden. Manfred Mai gehört zu den meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren Deutschlands. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und lebt mit seiner Frau in seinem Geburtsort Winterlingen. Besuchen Sie den Autor auf seiner Homepage: www.manfred-mai.de.


Wie ich ja bestimmt schon mal erwähnt habe, finde ich die Cover vom Fabulus-Verlag immer richtig gut gelungen. Auch dieses hier ist in sich sehr stimmig, wobei ich im ersten Moment nicht an ein Kinderbuch gedacht habe, als ich es gesehen habe.
Auf dem jeansblauen Hintergrund ist ein Junge abgebildet, der -wie in ein Fernglas- in ein offenes Buch schaut. Zusammen mit dem Titel „Wunderbare Möglichkeiten“ läd dies zum philosophieren und träumen ein.
Auch der Buchschnitt ist -wie ich es von diesem Verlag liebe- farbenfroh gehalten. Das selbe hübsche Blau ziert den Schnitt des Büchleins und ergibt somit einen stimmigen Gesamteindruck.

Bevor ich dieses Buch las, kannte ich den Autor nicht, aber das Manfred Mai zu den meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren gehört, kann ich nach „Wunderbare Möglichkeiten“ durchaus verstehen.
Mit diesem Buch konnte mich der Autor überzeugen. Maximilian ist ein besonderer Junge, der sich nicht nur durch seine alterümliche Art zu reden von anderen Jungs abhebt. Er ist aufgeweckt, hinterfragt vieles, besonders Dinge, für die er eigentlich noch nicht alt genug ist und gibt sich mit leichten Antworten nicht zufrieden.
Er versinkt gerne in Büchern um sich die Antworten selber zu suchen, die ihm keiner beantworten kann, denkt viel über alles nach und ist dabei kein eigenbrödlerischer, zurückgezogener Junge, sondern spielt seinem Freund zuliebe sogar Fußball, obwohl das nicht seine favorisierte Freizeitbeschäftigung ist, er hat ein großes Gerechtigkeitsgefühl und sogar Augen für ein ganz besonderes Mädchen.
Maximilian ist einfach mit viel Liebe zum Detail aufgebaut worden und wirkt trotz der vielen Kleinigkeiten, die ihn anders als andere machen authentisch und sympathisch.

Diese Kleinigkeiten bewirken im Laufe des kurzen Büchleins gleich zwei Sachen: zum einen lernt man Maximilian sehr gut kennen, lernt seine Stärken und Schwächen einzuschätzen und bekommt ein Gefühl für den Jungen. Zum anderen aber lernt man auch die Seite kennen, die den elf-Jähriegen von außen betrachtet. Die Seite, die über seine Ausdrucksweise stolpert oder einen Ausweg aus den bohrenden Fragen sucht.

Nach beenden des Buches hat mich überrascht, wie viel ich auch als Erwachsene aus diesen 130 Seiten mitgenommen habe und wie es mich zum nachdenken animiert hat.


„Wunderbare Möglichkeiten“ ist ein Buch, an dem Kinder sicherlich genauso viel Freude haben wie Erwachsene. Weil jeder, wie Maximilian auf dem Cover, in ein Buch schauen und etwas neues entdecken kann.  


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