Donnerstag, April 21

[Rezension] Jonah von Laura Newman

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Das alte Ferienhaus in Devlins Hope ist Emily´s Insel der Einsamkeit. Ein Fleckchen Erde, das sich erfolgreich dem Internet, Stress und dem Lärm der Stadt entgegen stellt. Jeden Sommer verbringt das junge Mädchen in der kleinen Siedlung um dem Alltag mit Lesen und Gartenarbeit zu entkommen.
Auch dieses Jahr freut sie sich wieder auf den Frieden der Abgeschiedenheit.
Doch alles scheint anders zu kommen als plötzlich Jonah vor ihr steht. Diesen Jungen umgeben Geheimnisse, das steht für Emily schnell fest. Kann sie ihm trauen?



Mit „Jonah“ ist Laura Newman ein Buch gelungen, das so vielschichtig ist und beim lesen einfach von allem etwas mitbringt. Genreübergreifend erzählt sie die Geschichte zwischen Emily und Jonah, zwei jungen Menschen, die sich kennen- und lieben lernen während sie eine große Aufgabe zu bewältigen haben – sie müssen die Geheimnisse aus Jonahs Vergangenheit aufdecken.

Den Weg ins Buch macht die Autorin dem Leser sehr einfach. Mit einem gekonnten Mix aus detaillierten Beschreibungen und einem jungen, mitreißenden Schreibstil schafft sie es den Leser direkt mit in die Geschehnisse zu nehmen und dort nicht mehr los zu lassen. Der sich stetig aufbauende Spannungsbogen fesselt den Leser und man möchte das Buch nur zu gerne in einem Stück auslesen um zu erfahren, was hinter der Story steckt.

In der Geschichte befindet sich der Leser direkt in Devlins Hope, einer kleinen, verträumten Gartensiedlung ohne nennenswerten Internetempfang oder Geschäfte. Das die Autorin das deutsche Äquivalent zu diesem Ort liebt weiß der Leser nicht nur durch die Widmung „Dieses Buch ist dem schönsten Ort auf Erden gewidmet“ oder der Tatsache, das sie es in der Danksagung verewigt hat, man merkt es an der liebevollen und bildhaften Beschreibung, an den vielen Kleinigkeiten, die den Ort plastisch und realistisch machen.


Besonders in ihren Bann gezogen haben mich neben der Kulisse die beiden Protagonisten Emily und Jonah. Beide sind mit viel Herz und Verstand ausgearbeitet und sie schleichen sich ganz unbemerkt ins Leserherz.
Emily, das Mädchen, das kurz davor steht ins Collage zu gehen und es genießt mit ihrer Oma die Sommernachmittage zu verbringen, mit ihr Kuchen zu essen und Kaffee zu trinken. Das Mädchen, das mich vor allem durch ihre Überlegungen überzeugt hat, da sie intelligent an etwas heran tritt, Grips beweist und doch nicht altbacken und zu erwachsen wirkt. Mir gefallen ihre Gedankengänge und ihr Wesen, allem voran, das sie nicht ununterbrochen am Handy oder im Internet hängt um glücklich zu sein.
Jonah scheint zunächst von einem ganz anderen Schlag zu sein. Er ist dieser coole, beliebte Typ der Schule, mit dem alle gerne zu tun haben. Ein großer, gutaussehender Sunnyboy, der den Mädchen reihenweise den Kopf verdrehen kann – und das auch genau zu wissen scheint. Schnell zeigt sich aber, das hinter dem Offensichtlichen weit mehr steckt. Er ist liebevoll, witzig und versteht es schnell einen Draht zu Emily zu finden und sie zum lachen zu bringen.

Neben dem für sich sprechenden Inhalt ist das Hardcover ein echter Hingucker. Im schicken Schutzumschlag, den die Autorin mit dem erlernten Beruf der Mediengestalterin selbst gestaltet und ihm somit eine sehr persönliche Note gegeben hat steckt ein hochwertiges Buch, welches mit einem Lesebändchen versehen ist.



Eine junge Romanze in traumhafter Sommerkulisse, gespickt mit Krimielementen und Fantasycharakter, einfach von allem etwas und doch eins.
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da man nur gutes darüber hört und ehrlich gesagt war ich auch ein kleines Bisschen skeptisch, ob es halten würde, was die vielen Rezensionen versprochen haben. Aber ich kann mich den Leuten nur anschließen: „Jonah“ ist für mich definitiv eine Bereicherung, da es genau das enthält, was gute Bücher ausmachen. Laura Newman hat mich wirklich gepackt und mit „Jonah“ eins meiner Lieblingsbücher geschrieben.

Wer jetzt neugierig ist, dem habe ich hier mal den Buchtrailer herausgesucht. Auf der Youtube-Seite der Autorin "The Loony Life" gibt es auch noch eine Hörprobe von Jonah, die absolut Lust auf mehr macht. 






1 Kommentar:

  1. Hi Steffi!

    Das hast du auch wunderbar in Worte gefasst!
    Ich war ja nicht wegen den positiven Rezensionen skeptisch, sondern eher, da es sich so nach einer kitschigen Sommer-Romanze angehört hat, was ja so gar nicht mein Ding ist. Die Veränderungen waren dann echt spannend und die ganze Atmosphäre hat mich eh von Anfang an in den Bann gezogen. :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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