Mittwoch, August 26

[Rezension] Tochter des Drachenbaums von Susanne Aernecke

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Gebundene Ausgabe: 582 Seiten
Verlag: Europa Verlag; Auflage: 1
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958900003
ISBN-13: 978-3958900004

Nach einem schweren Unfall beim Klettern erwacht die forschende Ärztin Romy aus der Ohnmacht und ist vollkommen schmerzfrei und hat keine Verletzungen davon getragen. Ungläubig erinnert sie sich an den Traum, den sie während der Ohnmacht von Iriome hatte. Diese war nach dem Tod der Heilpriesterin selbst zu jener aufgestiegen und hat die Gabe Zukunftsvisionen zu haben. Iriome soll das Geheimnis des Amakuna bewahren, einem Pilz der Krankheiten heilen kann.


Gemeinsam mit Thea, ihrer an Krebs erkrankten Freundin macht sich Romy auf den Weg nach La Palma um den Visionen und dem Geheimnis von Amakuna nachzugehen. Doch wo ein Mensch Gutes im Sinn hat, gibt es auch immer die Seite, die lediglich finanzielles Interesse hegt und so befindet sich Romy bald in großer Gefahr.



Der gut 520 Seiten starke Roman von Susanne Aernecke spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen. Der Leser durchlebt mit Romy und Thea die Gegenwart und erfährt wie es für Iriome im Jahr 1492 war. Beide Zeiten wirken authentisch, real und man findet sich schnell in ihnen zurecht. Besonders angetan war ich von der Darstellung der Vergangenheit, diese ist wirklich gut ausgearbeitet und recherchiert, so das man am Leben der Guanchen teilhaben kann und fühlt wie es ist den damaligen Gegebenheiten zurecht zu kommen.
In flüssigem, fast schon süchtig machendem Schreibfluss führt die Autorin durch das Buch, welches mich zwar nicht von der ersten Seite fasziniert, aber schon im zweiten Kapitel völlig gefesselt hat. Die unterschiedlichen Zeitebenen sind durch Symbole am Kapitelanfang gekennzeichnet und machen dem Leser das Umdenken sehr einfach.


Die beiden Hauptcharaktere Iriome und Romy haben einiges gemeinsam: sie sind jung, stehen für das Gute ein und sind auch sich dafür einzusetzen, wenn es schwierig wird. Wie auch die anderen Charaktere in „Tochter des Drachenbaums“ sind sie sehr gut ausgearbeitet und äußerst angenehme Protagonisten. Die bildliche Beschreibung der Umgebung, auch im Hinblick auf wichtige Kleinigkeiten macht die Geschichte rund.


Das broschierte und im Alyna Verlag erschienene Buch ist auch rein äußerlich ein richtiger Blickfang. In hellen Farben gestaltet ist auf dem Buchdeckel ein ausgestanztes Tor, hinter dem man einen Teil der aufklappbaren Karte La Palma´s sieht. Auch die Rückseite lässt sich aufklappen, auf dessen Innenseite man eine Karte Spanien´s findet auf der die Route von Iriome eingezeichnet ist und eine Zusammenfassung der Hauptfiguren.



Insgesamt ist dieser Roman ein wirklich abwechselungsreiches Werk und somit ein gelungener Auftakt in die dreiteilige Amakuna-Saga, die es sich zu lesen lohnt.

Kommentare:

  1. Hey :)

    Das klingt ja wirklich nach einem interessanten und spannenden Buch. Bin gespannt, was du zu den weiteren Teilen sagen wirst :).

    Liebe Grüße
    Ascari vom Leseratz Blog

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    1. Hallo Ascari,

      das ist es auch wirklich. Ich hab erst Bedenken gehabt, allein wegen der Länge, ob ich es zwischen zwei Teile der After-Reihe lesen will, aber ich bin wirklich froh dazu gegriffen zu haben :-)

      LG, Steffi

      Ps: Ich feier grade total dein Kommentar :-) Es ist das erste Kommi auf diesem Blog und ich hab noch nicht wirklich damit gerechnet, das jemand diesen Blog findet und sich meine Rezis durchliest. Vielen Dank also dafür :-)

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