Samstag, September 16

[Rezension] Apollo von Rick Riordan

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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Carlsen
Erscheinungstermin: 31. August 2017
ISBN-10: 3551556881



Der Gott Apollo stürzt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt …

Fünfzehn Jahre lang hat Rick Riordan (geboren 1964 in San Antonio, Texas) Englisch und Geschichte an verschiedenen Schulen in der San Francisco Bay Area sowie in Texas gelehrt. 2002 erhielt er den „Master Teacher Award“. Dann begann er mit dem Schreiben, und gleich sein erster Roman gewann drei nationale Preise im Genre Mystery. Inzwischen hat Rick Riordan die Fantasyreihe um den jungen Helden „Percy Jackson“ ins Leben gerufen, die auf Stoffen der griechischen Mythologie basiert. Den Schuldienst hat der erfolgreiche Autor mittlerweile quittiert und widmet sich nur noch der Entwicklung seiner Geschichten.



Ein brennender Junge, der in einer dunklen Gasse Richtung Boden fällt. Das Cover zu Apollo zeigt den Anfang der Geschichte, in dem der Gott Apollo in Gestalt eines Teenagers auf die Erde verbannt wird. Im gleichen Stil wie man schon die Percy Jackson Bücher kennt, hat der Carlsen Verlag auch dieses Cover gestaltet. Wirklich toll gelungen und es läd absolut zum lesen ein.

Diesem Buch habe ich regelrecht entgegen gefiebert. Die griechische Mythologie interessiert mich sehr und diese wurde schon in den Percy-Jackson-Büchern interessant in Szene gesetzt. Das der Autor jetzt eine neue Reihe veröffentlicht hat mich also sehr gefreut.

In Apollo geht es um den göttlichen Bruder von Artemis, der in menschlicher Gestalt auf die Erde verbannt wird und dort ohne seine Kräfte klar kommen muss.
Zufrieden ist er mit diesem Zustand natürlich nicht und mäkelt demnach auch viel an sich und seiner Situation herum. Ein Mensch zu sein ist seiner Meinung nach schon schlimm genug und dann ist er auch noch dicklich, hat Akne und einen lächerlichen Namen.
Apollo wirkt also auf den ersten Blick hochnäsig und nicht unbedingt sympathisch. Was ihn aber ausmacht ist sein ungewollter Humor und eben genau diese Art macht ihn doch interessant.

Ihm zur Seite steht Meg, die junge Halbgöttin, die mir in ihrem Auftreten gut gefallen hat. Sie ist taff und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Gut finde ich, das sie Apollo zum Beispiel bei seinen Selbstzweifeln Kontra gibt. Er fühlt sich hässlich und dick und sie zeigt ihm, das er ganz normal ist. Wobei „normal sein“ auch nicht der Wunschvorstellung des schnöseligen Gottes entspricht, für das Buch finde ich die Message aber sehr gut. Da Meg besonders zum Ende eine Seite von sich zeigt, die schade ist, würde ich sie nicht zur Freundin haben wollen. Dennoch finde ich man merkt auch an ihr wieder wie großartig Rick Riordan Charaktere zeichnen kann. Sie haben Dimension, sind nicht komplett gut oder schlecht und gewinnen dadurch an Authentizität .

Was ich auch an den anderen Büchern dieses Autors sehr erfrischend fand, war der Schreibstil. Er hat Tempo, geht voran und zeichnet sich durch scharfe Szenenschnitte aus, was mir persönlich beim Lesen einfach Spaß macht und das Buch unglaublich leicht lesen lässt.
Die Handlung hat Wendungen, die überraschend waren und mit denen man mitfiebern konnte.

Da „Die Abenteuer des Apollo“ nach den Percy-Büchern spielt und im selben Universum angesiedelt sind gibt es viele Berührungspunkte mit diesen Geschichten, die teilweise recht deutlich zu erkennen sind. Für Fans ist dies ein tolles Gimmik, was allerdings für Leser, welche die Bücher noch nicht kennen vielleicht schwierig sein könnte. Da es das Verständnis der Handlung jedoch nicht beeinflusst, ob man Vorkenntnisse hat glaube ich die Neugier auf die Vorgeschichten wird ehr entfacht, als das man genervt ist.

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band der Reihe und werde ihn sicherlich genauso schnell anfangen zu lesen wie „Die Abenteuer des Apollo“. Ein spannender Plot, wunderbare Charaktere und wiederkehrende Gedanken an die Percy-Bücher wurden mit ansprechendem Schreibstil und toller Gesamtstimmung verpackt. Geniales Gesamtpaket.


Donnerstag, September 14

[Rezension] Grandhotel Angst von Emma Garnier

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Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Penguin Verlag
Erscheinungstermin: 14. August 2017
ISBN-10: 3328100881


Italien, März 1899. Die junge Nell reist mit ihrem Mann Oliver an die ligurische Küste, um in Bordighera ihre Flitterwochen zu verbringen. Das Paar logiert im luxuriösen Grandhotel Angst. Nell ist von dem großartigen Gebäude, dem exotischen Hotelpark und dem Blick aufs funkelnde Meer fasziniert. Doch zu ihrer Überraschung kennt Oliver nicht nur bereits das Personal und einige Gäste, sie scheinen auch Geheimnisse zu teilen. Als ein Hotelgast überraschend verstirbt, beginnt Nell, nachzuforschen. Und stößt auf eine Geschichte von Schuld und Verrat – und auf eine unheimliche Legende, die sie in ihren Bann zieht. Bis sie plötzlich selbst im Verdacht steht, ein Verbrechen begangen zu haben.
Emma Garnier ist das Pseudonym einer Autorin, deren atmosphärische Krimis regelmäßig in den Top 10 der Bestsellerliste stehen. Vor Jahren stieß Emma Garnier während einer Italienreise auf ein verlassenes Hotel in Bordighera, an der ligurischen Küste. Sie begann zu recherchieren und war von der Geschichte so fasziniert, dass sie beschloss, eines Tages einen Roman darüber zu schreiben. Mit "Grandhotel Angst" erfüllt sie sich diesen Traum.



Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr. Man schaut durch ein hübsches Metaltor, dessen Verzierungen den Buchtitel halten. Wirklich eine tolle Lösung. Hinter dem Tor sieht man das Meer und bekommt richtig Lust das Tor zu öffnen und ins Grandhotel Angst einzutreten.

Mich faszinieren Geschichten um alte Hotels aus der Zeit um 1900 und so war schnell klar, das dieses Buch bei mir einziehen würde.
Alles dreht sich um das Hotel Angst, das tatsächlich existiert und nach seinem Erbauer Adolf Angst benannt wurde. Schon damals wurde mit dem Namen für Aufsehen gesorgt und einige Jahre zählten viele bekannte Größen zu seinen Gästen, denen es alle Annehmlichkeiten der damaligen Zeit bot.
Sogar Queen Victoria kündigte ihren Besuch an, zu dem es aber nie kam.
Seinen Glanz verlohr das Hotel, als es im ersten Weltkrieg als Lazarett diente, denn auch wenn es danach seinen Hoteldienst wieder aufgenommen hat, blieben die wohlhabenden Gäste aus.

Angesprochen von seiner Vergangenheit schrieb Emma Garnier Grandhotel Angst, in dem es um Nell geht, die mit ihrem frisch angetrauten im Hotel flittert.
Schon kurz nach der Ankunft geschehen Dinge, die dem Aufenthalt einen mystischen Charakter verleihen und Nell an ihrem Mann zweifeln lassen. Hat sie vielleicht zu sehr durch die rosa-rote Brille geschaut und jemanden geheiratet, den sie nicht richtig kannte?

Die Geschichte ist eine Mischung aus Romanze und Krimi mit einer Priese Paranormalem, was mir in der Kulisse des Hotels um 1900 herum sehr gut gefallen hat. Auch der Schreibstil der Autorin schafft es diesen Eindruck zu erhalten und durch ihre teilweise altmodisch anmutende Art noch zu verstärken.

Ein gespaltenes Verhältnis habe ich hingegen zur Protagonistin. Sie wirkt an einigen Stellen doch sehr zerbrechlich und weinerlich, was zwar unter den gegebenen Umständen glaubhaft ist, mir hier und da aber doch einen Tick zu viel war.

Auch die Spannung bündelt sich erst Richtung letztem Drittel des Buches, schaffte es dort aber mich richtig zu fesseln. Die ersten zwei Drittel überwiegt mehr der atmosphärische Part, der mir aber auch gut gefallen hat.

Grandhotel Angst ist ein Buch, das ich so nicht komplett in ein Genre einordnen würde und niemandem mit starrer Genreauswahl bei seinen Büchern komplett empfehlen würde. Wer aber ein Interesse an alten Gebäuden mit Flair und Geschichte hat und gerne einmal in diese eintauchen würde, dazu einen Hauch Paranormalität sucht, der sollte sich Grandhotel Angst einmal genauer anschauen.

Für Liebhaber atmosphärischer, alter Gebäude bringt Emma Garnier die Stimmung der Zeit auf den Punkt.


Dienstag, September 12

[Rezension] Butterbrot und Liebe von Susanne Friedrich

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Taschenbuch: 296 Seiten
Verlag: tredition
Erscheinungstermin: 11. Juli 2017
ISBN-10: 3743941880



Hannah geht ganz in ihrer Marketingkarriere auf. Als sie den Butterbrot-Gastronom und Frontalduzer Christoph nach einer kurzen Affäre abserviert, denkt sie noch immer alles unter Kontrolle zu haben. Womit sie nicht gerechnet hat: Christoph glaubt an das große Liebesglück. Doch um Hannahs verschlossenes Herz zu knacken, reichen Träume allein nicht. Kurz entschlossen springen Christoph alle zur Seite: seine resolute Mutter Ulli, sein bester Freund Attila, seine herzensgute Kollegin Ellie und sogar Hannahs Vater Albers, der selbst ein wenig Glück verdient hat.

Genieße die kleinen Dinge des Lebens – sie machen das Leben großartig. Der Leitspruch von Susanne Friedrich.
1965 wurde sie als Kind deutscher Eltern in Indien geboren. Weitere Lebensstationen in Singapur, London, Paris und Sankt Petersburg, Russland, folgten. Reisen prägten sie und schenkten ihr vier Sprachen, genau wie unzählige Eindrücke und Erinnerungen.
Gesammelt hat sie das Erlebte zu Beginn durch die Linse meiner Kamera. Bilder erzählen Geschichten. Später wechselte sie von der Linse zum Stift. Zeit, Geschichten zu erzählen - immer mit der nötigen Prise Humor und einem dicken Augenzwinkern.



Auf einheitlichem Blau sind sehr vereinfachte Gesichter dargestellt. Alle mit unterschiedlich farbigen Kreisen hinterlegt. Ebenso ist auch der Buchtitel hervorgehoben. Eine Blondine auf dem Cover hat eine Scheibe Brot mit einem Herzen in der Hand, was gut zum Titel passt.


Ich glaube der Klappentext fasst hier den Rahmen der Geschichte ziemlich gut zusammen. Hannah, ist Anfang vierzig und darf eine Marketing-Agentur ihr Eigen nennen. Die Berlinerin ist sich ihrer Position wohl bewusst und nutzt diese auch gezielt. So kommt es nicht selten vor, das ihre Mitarbeiter schwer schlucken müssen, wenn sie nicht exakt so handeln, wie Hannah es sich vorstellt. Das so eine Protagonistin nicht sonderlich warmherzig wirkt wundert da nicht. Leider ist ehr das Gegenteil der Fall: Sie macht einen sehr unsympathischen Eindruck und ich war von ihrem Verhalten oft ein wenig genervt.

Christoph bildet hier den zweiten, deutlich sympathischeren Part. Er eröffnet mit einem Freund „Butterbrot und Liebe“, und beliefert mit diesem Geschäft auch die Agentur von Hannah, in die er sich Hals über Kopf verliebt.

Recht schleppend nahm die Geschichte Fahrt auf und konnte mich nur in wenigen Momenten begeistern. Das Hin und Her zwischen den Hauptcharakteren sowie die Gründe hierfür wirkten auf mich zu konstruiert und manche Situation entlockte mir lediglich ein Kopfschütteln. Diese Achterbahnfahrt der Gefühle wünscht man sich von diesen älteren und eigentlich gesetzten Charakteren nicht mehr.

Da sich einige Längen eingeschlichen haben, fehlte der Platz um die einzelnen Personen näher zu beleuchten. Ein wenig mehr Input hätte mir hier gut gefallen, da so nicht nur die Haupt- und Nebenfiguren recht blass blieben sondern man auch nicht so stark mit ihnen fühlt.

Auch das Ende des Romans konnte mich nicht überzeugen. Es war sehr vorhersehbar und trotz des steinigen Weges bis dahin wirkte es sehr abrupt.

Der Schreibstil passt zu diesem Buch. Er ist einfach gehalten, so das man ihn fix weglesen kann. Kulinarisches wird allerdings ansprechend beschrieben und man bekommt an manchen Stellen sogar Lust selber etwas zu essen. Was mir auch gut gefallen hat war die Berliner-Art, die hier durchsickerte.

Auch wenn mich Butterbrot und Liebe nicht erreichen konnte, fand ich den Ansatz der Geschichte gut. Man hätte hier aus einer unterhaltsamen Idee mehr machen können.


Donnerstag, September 7

[Rezension] Drone von Bart-Jan Kazemier

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Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Penguin Verlag
Erscheinungstermin: 14. August 2017
ISBN-10: 3328101020



Ein ehemaliger Elitesoldat wird zum Staatsfeind. Eine Politikerin entscheidet über Leben und Tod. Eine gefährliches Spiel beginnt.
Als Eliot Koler eine verschlüsselte Nachricht erhält, ist alles wieder da – das afghanische Dorf, die Explosion, die vielen Toten. Die Informationen, über die seine ehemalige Kollegin Miriam Veltman verfügt, sind brisant. Und endlich hat Eliot die Chance, die Wahrheit über den Einsatz zu erfahren. Aber noch bevor er Miriam treffen kann, ist sie tot. Denn die beiden stehen längst im Visier des Geheimdienstes und einer mächtigen Gegnerin in den höchsten Rängen der Politik. Doch Miriam hat ihm eine letzte Spur hinterlassen. Sie führt zu einer IT-Expertin, die im Nahen Osten verschollen ist. Nur sie kann entschlüsseln, was damals wirklich geschah …

Bart-Jan Kazemier, geboren 1979 in Groningen, Niederlande, hat Angewandte Linguistik studiert und unterrichtet heute an internationalen Bildungseinrichtungen. Er hat mehrere Dokumentarfilme produziert, die auf internationalen Filmfestivals gezeigt wurden. „Drone“ ist sein erster Roman, der auf Deutsch erscheint.



Öde Landschaft vor sich, der Himmel zieht sich zu. Das ist, was sich der Mann auf dem Cover, der rücklings zu seinem Betrachter steht, ansieht. Große Lettern im oberen Teil zeigen den Buchtitel.
Insgesamt wirkt das Cover auf mich weniger wie ein Thriller und mehr wie eine Dystopie

Das Buch hat sich so spannend angehört, das ich es nach Erscheinen direkt lesen wollte. Emotionen, Verschwöhrung und Geheimnisse habe ich erwartet und so habe ich direkt angefangen zu lesen, als ich Drone in den Händen hielt.

Leider habe ich richtige Anlaufschwierigkeiten gehabt und das Buch schon nach dem zweiten Kapitel wieder beiseite gelegt.
Bei einem erneuten Versuch kam ich zwar besser in die Geschichte rein, wirklich fesseln konnte mich der Thriller aber nicht.

Zum einen lag es am Protagonisten, mit dem ich überhaupt nicht warm wurde. Es fehlte mir bei ihm an Emotionen, die ihn glaubhaft machen. Jeder andere in seiner Situation wäre schier ausgerastet, doch er bleibt ehr unterkühlt und dadurch für mich nicht authentisch.

Auch der Schreibstil konnte es für mich nicht retten. Es schlichen sich einige Längen ein, welche auch spannenden Passagen den Wind nahmen. Vielleicht hätte man hier mit einer geringeren Seitenanzahl einiges raffen und so mehr Dynamik entstehen lassen können.
Auch musste ich mehrfach Abschnitte erneut lesen, da sie bei mir zu Verwirrungen geführt haben, was auf die Länge des Buches ebenfalls nicht zwingend zum Lesegenuss beiträgt.

Drone konnte mich nicht von sich überzeugen, was ich bei der Grundidee des Thrillers sehr schade finde.

Freitag, September 1

[Rezension] ES von Stephen King

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Taschenbuch: 1536 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 14. August 2017
ISBN-10: 3453504038


In Derry, Maine, schlummert das Böse in der Kanalisation: Alle 28 Jahre wacht es auf und muss fressen. Jetzt taucht »Es« wieder empor. Sieben Freunde entschließen sich, dem Grauen entgegenzutreten und ein Ende zu setzen.

Stephen Kings Meisterwerk über die Mysterien der Kindheit und den Horror des Erwachsenseins.

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Mind Control.



Dunkel, düster und beklemmend wirkt das Cover zu Es. Da es sich bei meinem Exemplar um die neue Auflage, passend zum in Kürze erscheinenden Film handelt, ist hier eine Situation abgebildet, die wohl jeder Filmfan aus Trailern bereits kennt: Ein Junge in gelber Regenjacke, der einen roten Ballon von einem Clown aus dem Schatten angeboten bekommt.

Um es gleich vorweg zu nehmen, dies war mein erstes aber sicher nicht letztes Buch von Stephen King.

Leicht erschlagen von der Seitenanzahl fing ich an zu lesen und habe wirklich gehofft, dieses Buch kann mich in seinen Bann ziehen, damit sich über 1500 Seiten nicht wie ein endlos langes Kaugummi ziehen.
Der Einstieg in ES könnte sanfter nicht sein. Man lernt die Brüder Bill und George kennen. Bill baut ein Papierschiffchen für George, der damit draußen spielen geht und durch unglückliche Zufälle Opfer von Pennywise wird.

Was in vielen Büchern vielleicht einen langen Anlaufweg hätte, geschieht hier schon in den ersten Seiten, was den Spannungsbogen gleich anspannt. Ehe man sich versieht ist man also mitten in der Geschichte und bangt mit den Menschen, die von ES heimgesucht werden.
Über den Inhalt möchte ich jetzt gar nicht mehr schreiben, da die meisten sicher durch Buch oder Verfilmung wissen, worum es geht.

Mit unglaublichem Können erzählt King die vielen Etappen der Protagonisten von den Kindheitstagen bis ins Erwachsensein. Durch seine angenehme Art zu schreiben liest sich das Buch enorm einfach und die anhaltende Spannung halten einen richtig bei der Sache, so das man gar nicht merkt, wie fix man voran kommt. Ich habe mich öfter dabei erwischt, wie ich die Zeit völlig vergessen habe, weil ich mich regelrecht festgelesen hatte.

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings noch, was diese Ausgabe angeht. 1500 Seiten als Taschenbuch ist nicht nur recht unhandlich sondern haben in diesem Fall auch dazu geführt, das die einzelnen Seiten so dünn sind, das ich beim Umblättern einige eingerissen habe. Und ich gehöre eigentlich zu den vorsichtigen Lesern, da ich lange Freude an meinen Büchern haben möchte.
Meine Ausgabe sieht nach einmaligem Lesen schon recht verschlissen aus, was äußerst schade ist.
Bei dem Preis-Leistungs-Verhältnis muss ich allerdings sagen, wer da nicht so pingelig ist bekommt bei dieser Ausgabe wirklich viel Lesestoff für sein Geld.

Großartige Geschichte und genialer Schriftsteller. Kurzum ein Buch, das ich euch absolut ans Herz legen würde und besonders für Leser, die ein Buch nur einmal lesen ist der Preis für so viel Buch bei dieser Ausgabe richtig toll.


Warum meine Beiträge ab jetzt alle als Anzeige gekennzeichnet sind

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Hallo ihr Lieben,

ein Thema hat mich die letzten Tage sehr beschäftigt und ich würde gerne mit euch darüber reden.
Es geht um die Kennzeichnungspflicht bei Testprodukten auf Blogs sowie anderen sozialen Plattformen.
Unter Testprodukte fallen hier auch Rezensionsexemplare.

Ich möchte ganz ehrlich mit euch sein: Natürlich freue ich mich auch über Rezensionsexemplare. Wer würde das denn auch nicht? Da ich gerne und viel lese ist es schön ein Buch, das ich so oder so lesen wollte als Reziexemplar zu bekommen. An meiner Meinung über die Bücher rüttelt dies allerdings nichts. So findet man auf meinem Blog sowohl Rezensionsexemplare, selbst gekaufte Bücher, Bücher die ein Geschenk waren oder auch ertauschte Bücher. Und von jeder Sorte findet man Rezensionen mit vielen und auch mit wenigen Sternen. Auch von den Verlagen wird eine lobende Rezension nicht gefordert.

Wie schon gesagt, in den letzten Tagen hat mich das Thema sehr beschäftigt und ich habe mich durch Gesetzestexte und viele aktuelle Berichte dazu gelesen.
Diesen Artikel hier fand ich sehr gut und möchte ihn euch deswegen auch zeigen:


Ich bin kein Experte, was das alles angeht aber was ich aus dem Text entnehmen kann ist:

  1. Es muss gekennzeichnet werden, wenn über ein kostenloses Testprodukt berichtet wird.
  2. Selbst gekaufte Produkte müssen nicht gekennzeichnet werden. Ausnahmen sind hier jedoch übermäßig positive Darstellungen, die unter Umständen als Schleichwerbung wahrgenommen werden könnten. (Hier fallen mir einige selbst gekaufte Bücher ein, die ich sehr gelobt habe, einfach, weil sie mir enorm gut gefallen haben.)
  3. Zitat der o.g. Quelle: "Der Europäische Gerichtshof hat 2011 klargestellt, dass ein Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung an den Blogger keine Voraussetzung dafür ist, damit Schleichwerbung vorliegen kann." (Beleglink aus dem Zitat:  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=09.06.2011&Aktenzeichen=C-52%2F10 )

Was ich aus anderen Quellen noch herausgelesen habe beschäftigt sich mit der Nutzung von Affiliatelinks. Ich binde diese Links gerne in Form eines Bildes in Rezensionen ein. Man sieht sie dann als Coverabbildung bei der Coverbeschreibung. Klickt man auf das Bild, gelangt man zu Amazon auf die Buchseite. Man kann dort dann das Buch kaufen, wenn man möchte und in dem Fall würde ich als „Provision“ ein paar Cent bekommen. Dies hat auf den Kaufpreis für euch aber gar keinen Einfluss. Aber auch diese Links müssen gekennzeichnet werden.

Für mich ergibt sich daraus folgendes Bild: Ich kennzeichne JEDES Bild auf Instagram mit "Anzeige" und JEDEN Blogeintrag hier mit "[Anzeige enthält Werbelinks]". Egal auf welche Art das Buch seinen Weg in mein Regal gefunden hat.

Damit ändert sich an meinen Inhalten überhaupt nichts! Auch meine Meinung ist und bleibt die selbe!

Ich möchte nur, das mein Hobby auch mein Hobby bleiben kann und ich mir nicht bei jedem Wort Gedanken machen muss, ob dies jetzt eventuell als "übermäßig positiv" aufgenommen werden könnte. 
Ich glaube jeder kann verstehen, das eine Abmahnung in entsprechender Höhe einem die Lust nimmt zu bloggen und ich möchte rechtlich auf der richtigen Seite stehen und daher lieber zu viel angeben als zu wenig.

Was ich mir von euch wünsche:

Bitte denkt nicht, das nur weil an jedem Bild und jeder Rezension steht, das es sich um eine Anzeige handelt, ich auch für alles bezahlt werde, meine Meinung gekauft oder ich gar nur Rezensionsexemplare vorstelle. 
Ich möchte dies mit euch kommunizieren, da ich zum einen denke das meine Gründe nachvollziehbar sind und zum anderen hoffe ich jeder von euch, der selber einen Blog, Instagram-Profil oder auch Facebook-Account hat, in dem er über Bücher spricht, hat so auch die Möglichkeit seine Kennzeichnungen zu überprüfen und sich schlau zu machen.


Donnerstag, August 24

[Rezension] Sharj und das Salz der Erde von Audrey Harings

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Taschenbuch: 324 Seiten
Verlag: AH Tales and Stories S.L.
Erscheinungstermin: 1. August 2017
ISBN-10: 8494667335
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 12 Jahre



Sharj und José sind gerade mit dem Rad unterwegs, als der Kompass die beiden wieder in eine andere Welt transportiert: nach Terra Salinas. In dieser Welt lebt der böse Herrscher Mula, der den Kindern alles Spielzeug weggenommen hat. Die Eltern verkauft er als Sklaven an eine andere Provinz, die Kinder sind ihm vollkommen ausgeliefert. Mula verwandelt sie in Maschinen mit dem Ziel, eine Armee aufzustellen.
Diesmal kommen Sharj und José an unterschiedlichen Orten an und müssen lange ohne die Hilfe des anderen zurechtkommen.
Schaffen sie es, die Kinder zurückzuverwandeln und wieder mit ihren Eltern zu vereinen? Können sie die Bösen besiegen? Sharj und José erleben wieder ein spannendes und gefährliches Abenteuer.
Und auch Zuhause ist einiges los: José wird einen kleinen Hund bekommen! Dieser Welpe ist etwas ganz Besonderes. – Der immerwährend böse Otto hat mit Widrigkeiten zu kämpfen, und Dr. Krüger macht eine unglaubliche Entdeckung.

Audrey Harings wurde als einziges Kind ihrer Eltern 1969 in Trier geboren. Schon mit 11 Jahren rezensierte sie Kinderbücher für das ZDF. Damals gab es bis zu 10 Mark für jedes besprochene Buch. Ihre Eltern waren Sänger und schrieben außerdem Schlagertexte, bei welchen Audrey sich schon damals einbrachte. Ihr Vater betreute das Kabelpilotprojekt Ludwigshafen und war Redakteur einer Fernsehsendung. Als Jugendliche schrieb sie Kurzgeschichten für die Schülerzeitung. Auch betreute sie Lesegruppen für ausländische Kinder. 2016 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Sharj und das Wasser des Lebens“.
Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern, zwei Katzen und zwei Hunden an der
südlichen Costa Blanca in Spanien.
Ihre Passion ist es Kinderbücher für Kinder zu schreiben und zwar nur für Kinder.



Hübsch und passend für ein Kinderbuch ist auch Sharj und das Salz der Erde aufgemacht. Das Cover zeigt einen Hintergrund mit Wüste und Pyramiden. Davor einen Roboter und einen verhüllten Jungen, wobei von beiden nur die Hälfte des Gesichts zu sehen ist.
Auch im Inneren findet man wieder zahlreiche Illustrationen, die Personen oder Szenen aus dem Buch zeigen. So haben vor allem jüngere Kinder wieder einen tollen optischen Anhaltspunkt.

Dies ist der dritte Teil der Tetralogie rund um Sharj. Auch in diesem Buch gibt es allerdings eine kurze Zusammenfassung der vorherigen Handlung, was den Einstieg erleichtert und auch ermöglicht diesen Teil unabhängig von den Vorbänden zu lesen.

Sharj und José landen wieder in einer Parallelwelt und erleben ein spannendes Abenteuer. Wie auch schon in anderen Welten gilt es auch hier das Böse zu besiegen und alles zum Guten zu wenden. Doch Sharj und José bleiben auch dieses Mal nicht ganz sie selbst und zu allem Überfluss beginnen sie ihre Reise auch an zwei unterschiedlichen Orten. Unabhängig von einander werden die beiden sehr gefordert und müssen zeigen, was in ihnen steckt.

Trotz der Parallelen, die Sharj und das Salz der Erde mit ihren Vorbänden hat, ist dies wieder eine ganz eigene, wunderbare Geschichte, die Audrey Harings phantasievoll erzählt.
Mit viel Sinn für ihre jungen Leser zeigt sie wie wichtig Freundschaft ist und was man zusammen erreichen kann. Aber auch, das jeder für sich selber stark ist und ein Ziel erreichen kann, wenn er es möchte.

Mir gefallen Sharj und José als Protagonisten immer noch unglaublich gut. Sie haben eine kindliche Naivität, die einfach herzlich ist. Das Herz selber haben sie an der richtigen Stelle und sie geben ihr Bestes um anderen zu helfen. Dies sind Eigenschaften, die zu vermitteln großartig sind und bei denen man glücklich zusehen kann, wenn sich junge Leser dies zum Vorbild nehmen.

Auch am Schreibstil Haring´s hat sich nichts geändert. Passend für ihre Zielgruppe hat sie eine schöne, bildhafte Art zu schreiben und Charaktere zu formen. Mit kurzen, leicht verständlichen Sätzen überfordert sie die Jüngsten nicht und durch den recht konstanten Spannungsbogen lässt sie keine großen Längen entstehen.

Wie auch im vorherigen Buch gehöre ich leider nicht mehr zur Altersgruppe, für die dieses Buch gedacht ist. Sharj und das Salz der Erde ist ein Kinderbuch, das ich zum Vorlesen oder selber Lesen für Kinder zwischen 6 und 11 ansetzen würde. Und genau danach möchte ich auch bewerten, da es für Jugendliche oder Erwachsene schlicht zu vorhersehbar und kindlich wäre.

Audrey Harings gibt den ganz jungen Lesern eine phantasievolle Welt, in der sie mit tollen Protagonisten mitfiebern können. Ein schönes Buch zum Vorlesen.