Montag, Oktober 16

[Rezension] GanGu auf der Suche nach Saphir von Audrey Harings

[Anzeige enthält Werbelinks]

Taschenbuch: 168 Seiten
Verlag: AH Tales and Stories S.L.
Erscheinungstermin: 22. September 2017
ISBN-10: 8494667351

Hopsi, ein freches vorlautes Eichhörnchen, macht eine Entdeckung. Es hört aus der Ferne ein Katzenjunges, welches offensichtlich um sein Leben schreit.
Doch alleine kann das Eichhörnchen nicht helfen. Wie gut, dass ausgerechnet Hopsis Baum im Garten der Bäuerin Müller steht. Genau hier verbringt Gucci wieder ihre Ferien bei ihrem Katzenfreund Canelo.
Die beiden sind das legendäre CanGu-Team. Gemeinsam mit ihren Freunden Topo und Streuner retten sie das Katzenjunge. Es dauert jedoch nicht lange und das kurz zuvor gerettete Katzenjunge bringt sich erneut in Schwierigkeiten. Unfreiwillig landet er im Abwasserkanal und damit im Reich der gefürchteten Ratten. Ob das CanGu-Team ihm jetzt noch einmal helfen und aus den Fängen der Ratten befreien kann?

Audrey Harings wurde als einziges Kind ihrer Eltern 1969 in Trier geboren. Schon mit 11 Jahren rezensierte sie Kinderbücher für das ZDF. Damals gab es bis zu 10 Mark für jedes besprochene Buch. Ihre Eltern waren Sänger und schrieben außerdem Schlagertexte, bei welchen Audrey sich schon damals einbrachte. Ihr Vater betreute das Kabelpilotprojekt Ludwigshafen und war Redakteur einer Fernsehsendung. Als Jugendliche schrieb sie Kurzgeschichten für die Schülerzeitung. Auch betreute sie Lesegruppen für ausländische Kinder. 2016 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Sharj und das Wasser des Lebens“.
Sie lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern, zwei Katzen und zwei Hunden an der südlichen Costa Blanca in Spanien.
Ihre Passion ist es Kinderbücher für Kinder zu schreiben und zwar nur für Kinder.

Auf dem niedlichen, kindgerechten Cover im Comicstil sieht man Hund und Katze, Arm in Arm, wie sie mit dem Rücken zum Betrachter eine andere Katze beobachten, die ihnen entgegen kommt. Hinter ihr leuchten Augen der Ratten, die sie verfolgen. Alle Tiere sind in der Kanalisation, zwischen ihnen ein grüner, unappetitlich aussehender Fluss.
Das Cover ist gut gestaltet und verspricht viel kindliche Spannung.

Schon der erste Teil der Buchreihe rund um Canelo, Gucci und ihre Freunde hat mir gut gefallen, weshalb ich auch einen Blick in „CanGu auf der Suche nach Saphir“ werfen wollte.

Wie man schon aus der Vorgeschichte weiß kommen die kleinen Hunde in Urlaubsfamilien, während Familie Jansen in den Urlaub geht. Auch dieses Jahr fliegen sie weg und Gucci trifft auf dem Bauernhof wieder auf Canelo, Topo und Co. Als ein Eichhörnchen sie dazu bringt ein kleines Kitten zu retten beginnt für die Freunde ein spannendes Abenteuer.

Wie man es auch von Audrey Harings´anderen Kinderbüchern kennt hat sie wieder viel Wert darauf gelegt die Charaktere ansprechend und anschaulich darzustellen. Sie haben das Herz am richtigen Fleck und die Hilfe für das junge Kätzchen ist für sie selbstverständlich.
Diese Botschaft anderen -auch Fremden- in Notsituationen zu helfen ist nichts neues, das ist klar. Dennoch finde ich es wichtig, neben all der Spannung und den Gefahren einen so grundlegenden Punkt zu vermitteln.

Überhaupt schafft es die Autorin auf kindgerechte Art und Weise die Sensibilität für schwierige Themen zu erhöhen. Tierschutz und das Bewusstsein dafür, das Tiere ebenso Gefühle haben wie wir Menschen stehen dabei weit oben auf der Liste.

Das die Geschichte Spaß und Spannung für Kinder bereit hält ist schön. Das auch Eltern oder ältere Geschwister beim Vorlesen Freude haben können finde ich persönlich allerdings noch besser. So bleibt „CanGu auf der Suche nach Saphir“ kein reines Lesebuch für Kinder sondern auch ein tolles Buch zum Vorlesen für die ganze Familie, bei dem man zwar den Vorgängerband „CanGu und die Kuchenkrümel“ nicht kennen muss um der Geschichte folgen zu können, jedoch bringt es viel Spaß die Charaktere auf ein weiteres Abenteuer zu begleiten.
„CanGu auf der Suche nach Saphir“ ist ein tolles Vorlesebuch für die ganze Familie und ein mit Zeichnungen gespickter Lesespaß für ganz junge Leser.


Sonntag, Oktober 15

[Rezension] Targa von B. C. Schiller

[Anzeige enthält Werbelinks]

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Penguin Verlag
Erschenungstermin: 10. Juli 2017
ISBN-10: 3328101519

Niemand kommt dem Bösen so nahe wie sie.

Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?

B.C.Schiller sind Barbara und Christian Schiller. Sie gehören zu den erfolgreichsten Hybrid-Autoren (SP & Verlag) im deutschsprachigen Raum und ihre Thriller haben bereits mehr als 1.300.000 Leser begeistert. Bisher haben sie fünfzehn Thriller veröffentlicht und viele waren Nr. 1 Kindle Bestseller und wochenlang in den Top 100 Charts. Im Jahr 2015 wurde der Tony Braun Thriller "Rattenkinder" bei Bastei Lübbe veröffentlicht. Im Sommer 2017 startet die neue ungewöhnliche Thriller-Serie "Targa" bei der Verlagsgruppe Random House/Penguin.

Bevor sich B.C. Schiller ganz dem Schreiben widmeten, sammelten sie viele ungewöhnliche Erfahrungen auf unterschiedlichen Gebieten, die sie oft in Ihre Romane einfließen lassen.
Barbara Schiller war als Marketing-Agentin für Unternehmen in Osteuropa und erlebte dort abenteuerliche Stories.
Christian Schiller veröffentliche mehrere Romane und verfasste für den ORF außergewöhnliche Radiofeatures über Schriftsteller mit kriminellen Neigungen – wie Jean Genet oder William Burroughs. Dazu interviewte er auch den berühmtesten Serienkiller Österreichs Jack Unterweger.
Diese Gespräche waren unter anderem auch Inspiration für „Targa“. Es war faszinierend für beide sich in den Kopf eines Serienkillers hineinzudenken und das Böse, das nicht nur abstoßend , sondern auch anziehend sein kann, gedanklich zu leben.
Eines wissen B.C. Schiller jetzt mit Gewissheit: „Noch nie sind wir dem Bösen beim Schreiben so nahegekommen wie mit der Geschichte von Targa.“

Weitere Infos gibt´s unter www.bcschiller.com



In einem leuchtenden Rot gehalten verblasst der Hintergrund, auf den die Frau, welche auf dem Cover mit dem Rücken zum Betrachter steht, blickt. Darauf steht in großen, metallischen Lettern „TARGA“. Das Cover gefällt mir recht gut und erzeugt schon eine gewisse Erwartungshaltung, was die Spannung im Thriller angeht.
„Targa“ ist ein Thriller rund um Targa Hendricks, die als Findelkind mit ihrer Zwillingsschwester Yella vor einer Berliner Klinik abgelegt wurde. Im Gegensatz zu Yella trotzt Targa den Temperaturen und überlebt diese Nacht. Mit ihrer Schwester fühlt sie sich jedoch nach wie vor verbunden. Viel mehr als mit den lebenden Menschen in ihrer Umgebung.
All dies macht Targa zu einem außergewöhnlichen Menschen, denn um ihren Vater zu finden und damit ihre Vergangenheit zu beleuchten macht sie in Quantico eine FBI-Spezialausbildung und arbeitet danach beim BKA.

Targa ist ein wirklich gut gezeichneter Charakter. Ihre Vergangenheit prägt ihr Wesen und obwohl man nicht den tiefen Einblick in ihr Seelenleben bekommt empfinde ich sie als sehr authentisch. Mir gefällt, das sie eine Kämpferin ist, Ecken und Kanten hat und sich behaupten kann. Sie ist taff, grade heraus und kommt ohne die Klischees vieler anderer weiblicher Ermittler klar.
Hier kann ich schon einmal sagen, das dies der Auftakt einer Buchreihe ist und ich mich jetzt schon darauf freue weiterzulesen, vor allem auch mehr über die junge Frau und ihre inneren Dämonen zu erfahren. Charaktere aufzubauen schafft das Autorenduo wirklich gut und beweist dies nicht nur an Targa sondern auch an ihrem Gegenspieler, mit dem sie sich ein gnadenloses Katz- und Maus-Spiel liefert.

Im Hinblick auf das Genre „Thriller“ haben sich Barbara und Christian Schiller ganz an ihren Einband gehalten: es ist blutrot! Einige Szenen sind extrem detailliert und ich hätte mir gewünscht dies nicht vor meinem inneren Auge zu sehen. Schonungslos, grausam und nicht unbedingt etwas für schwache Nerven, dabei trotzdem ungewöhnlich und einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Auch Sprachlich hat dieser Thriller viel Spaß gemacht. Der flüssige und sehr gut zu lesende Text trägt federleicht durch die Geschichte und baut schon auf den ersten Seiten gehörig Spannung auf um seinen Leser immer wieder zum Atem anhalten zu verleiten.

Wer einen Thriller sucht, der wirklich Thriller ist und seinen Leser nicht nur unterhält sondern regelrecht den Atem raubt sollte einen Blick auf Targa werfen.


Freitag, Oktober 13

[Rezension] Das Original von John Grisham

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Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 21. August 2017
ISBN-10: 345327153X


Ein Coup, der die Buchwelt erschüttert

In einer spektakulären Aktion werden die handgeschriebenen Manuskripte von F. Scott Fitzgerald aus der Bibliothek der Universität Princeton gestohlen. Eine Beute von unschätzbarem Wert. Das FBI übernimmt die Ermittlungen, und binnen weniger Tage kommt es zu ersten Festnahmen. Ein Täter aber bleibt wie vom Erdboden verschluckt und mit ihm die wertvollen Schriften. Doch endlich gibt es eine heiße Spur. Sie führt nach Florida, in die Buchhandlung von Bruce Cable, der seine Hände allerdings in Unschuld wäscht. Und so heuert das Ermittlungsteam eine junge Autorin an, die sich gegen eine großzügige Vergütung in das Leben des Buchhändlers einschleichen soll. Doch die Ermittler haben die Rechnung ohne Bruce Cable gemacht, der überaus findig sein ganz eigenes Spiel mit ihnen treibt.

John Grisham hat 31 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.



Mit dem Cover alleine hätte man mich wohl grade nicht packen können. Abgebildet ist eine Szene, die direkt an Miami erinnert: Palmen, Wasser, untergehende Sonne. Vielversprechender ist da die obere Hälfte des Einbandes: John Grisham. Sein Name und der Buchtitel nehmen das halbe Cover ein und ziehen somit sicherlich nicht nur meinen Blick auf das Buch.


Für mich war Grisham so eine sichere Bank, das ich weder auf den Klappentext geachtet habe, noch irgendwelche Meinungen zu dem Buch gelesen hatte, bevor ich meine Nase in diese Geschichte steckte.
Grisham, der mir bekannt war als jemand, der Charaktere formen, ein Spiel auf hohem Spannungsniveau zwischen Täter und Ermittler inszenieren und alles mit so viel Schwung erzählt, das man gar nicht merkt, wie man immer mehr in dem Erzählten versinkt.

Der Einstieg in „Das Original“ hat mir hier auch wieder sehr gut gefallen. In gewohntem Tempo erzeugt Grisham eine Grundstimmung und lässt den Dingen ihren Lauf. Schnell habe ich mich wohl gefühlt und mich auf ein paar spannende Lesestunden mit diesem Thriller eingestellt.

Leider flaute der anfängliche Wind langsam aber stetig ab und hinterließ letzten Endes eine Geschichte, die lauwarm und nicht mehr so pointiert daher kam, wie zu erwarten war.
Wo die Grundstory, des gestohlenen Manuskriptes in einer Welt der Literatur und des hoch dotierten Handels mit seltenen Schriftstücken mich ansprach, trat der eigentliche Kernpunkt der Spannung, also die Jagd nach dem Räuber komplett in den Hintergrund und wirkte fad.

Mir fehlte hier schlichtweg der mitreißende Part, der mich in vielen Büchern von John Grisham so sehr an seine Worte gefesselt hat. Die Haken die er in der Ermittlung geschlagen hat, die mich immer zum Staunen brachten fehlten nahezu vollkommen und machten es den Charakteren auch nicht leichter aus ihrem Schatten der Belanglosigkeit hervorzutreten.

Nichts desto trotz kann der Autor mit Worten umgehen. Man kann dank gelungener Wortwahl und flüssigem Text sehr gut lesen und so geht manch nichtssagender Dialog im Lesetempo unter.


Sicherlich der für mich schlechteste Grisham, da er stark hinter den Erwartungen zurück blieb. Dennoch wäre es für mich einfach nur falsch „Das Original“ bei wirklich schlechten Büchern einzuordnen und gebe daher 2,5 Sterne mit der dringenden Hoffnung auf ein weiteres, besseres Buch aus der Feder einer meiner Lieblingsautoren.


Montag, Oktober 9

[Rezension] Der Tiger in der guten Stube von Abigail Tucker

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Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Theiss, Konrad
Erscheinungstermin: 11. September 2017
ISBN-10: 380623647X








Katzen sind unsere liebsten Haustiere. Im Laufe ihrer gemeinsamen Geschichte mit uns wurden sie zu einer der erfolgreichsten Tierarten auf diesem Planeten. Und heute herrschen sie über Hinterhöfe, ferne antarktische Inseln und unsere Wohnzimmer … und einige sind zu Stars des Internets geworden, die höhere Klickzahlen erreichen als so manche Hollywood-Größe.
Aber wie haben Katzen diese Dominanz erreicht? Anders als Hunde haben sie für uns keinen praktischen Nutzen. Sie sind miserable Rattenjäger und gleichzeitig eine Bedrohung für viele Ökosysteme. Und doch lieben wir sie. Um unsere Hausgenossen besser zu verstehen, macht sich Abigail Tucker auf die Reise zu Züchtern, Umweltaktivisten und Wissenschaftlern. Profund und unterhaltend erzählt sie, wie diese kleinen Kreaturen ihre Beziehung zu uns Menschen genutzt haben, um zu einer der einflussreichsten Spezies der Erde zu werden.
Nach der Lektüre werden Sie unsere pelzigen Begleiter mit anderen Augen sehen und sich selbst womöglich auch.
Abigail Tucker ist Autorin und Journalistin, die für verschiedenen Magazine und Zeitungen schreibt (u.a. Smithsonian Magazine und The Baltimore Sun). Für ihr Schreiben erhielt sie mehrere Auszeichnungen. Das erste Wort ihrer beiden Töchter war »Katze«.


Schon sehr an ein Sachbuch erinnerndes Cover zeigt sich auf „Der Tiger in der guten Stube“. Reinweißer Untergrund, darauf ein junges Kätzchen, das übergroß auf einem kleinen Sofa sitzend in die Kamera blickt. Titel, Autorenname und weitere Schriften sind einfach gehalten und lenken in Schwarz nicht zu sehr von dem Hauptprotagonisten ab.

Mit Katzen und Hunden im Haus weiß man als Mensch genau wo man steht. Der Hund freut sich, wenn man nach Hause kommt. Man kann kuscheln, spielen, toben, spazieren gehen. Man ist wie eine kleine Gottheit, über die sich Bello freut.
Bei einer Katze ist das vollkommen anders: Sie lässt sich dazu herab dich mautzend daran zu erinnern, das es Zeit ist sie zu füttern und hat dann bitteschön auch bereit zu sein um sie mit liebevollen Streicheleinheiten in den Schlaf zu wiegen. Schließlich sind sie Gottesgleich und möchten auch bitteschön vom gemeinen Fußvolk so behandelt werden.

Doch warum faszinieren Katzen so sehr? -Ganz einfach, sie haben ihre Eigenarten, die seltsam, komisch oder einfach nur „typisch Katze“ sind.
Vielen von diesen Eigenarten hat sich Abigail Tucker angenommen und mit Züchtern, Wissenschaftlern und Katzenliebhabern darüber gesprochen.

Von der Entwicklungsgeschichte über körperliche Besonderheiten bis zu einer Menge Zahlen und Fakten erfährt man hier sehr viel. Eingefleischten Katzenhaltern wird vieles schon bekannt vorkommen und doch fand sich für mich das ein oder andere Wissenswerte.

Vom Schreibstil her erinnert das Buch mich an einigen Stellen stark an eine wissenschaftliche Ausarbeitung, was hier und da ein wenig zu trocken wirkt. Besonders wenn es Richtung Zahlen und Fakten geht, war das Lesen müßig, da sich zum einen mit dem Wirkungskreis USA keine Verbindung zu meinem Umfeld aufbaute und zum anderen der sonst flüssige und voll Anekdoten sprießende Text einen ehr Lehrbuch-artigen Charakter bekam und sich nicht mehr so flüssig lesen lies.

Dennoch hat mir die etwas andere Sicht des Buches gefallen, da es kein „typisches Katzenbuch“ ist, welches an der Oberfläche schabt, ein paar Katzenrassen vorstellt und niedliche Bilder den Rest erledigen lässt. Es vermittelt im Ganzen ein anderes Verständnis für die Schmusetiger und sensibilisiert in Bezug auf instinktives Verhalten.

Optisch aufgelockert wird das Geschriebene durch eine Vielzahl niedlicher Zeichnungen, die sich auf den Seiten verteilen.

Viele Eindrücke haben mir gut gefallen und als Katzenhalter habe ich die ein oder andere Info für mich mitgenommen. Schade ist jedoch, das besonders der trockenere Teil des Buches sich mit Erhebungen in den USA beschäftigt. Eine internationale oder Länderspezifisch angepasste Erhebung hätte hier interessanter sein und den Lesefluss somit anziehen können.


Dienstag, Oktober 3

[Verlosung] 3D-Maske Haus Targaryen

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Hände hoch, wenn du Game of Thrones Fan bist. 

Schon seid Jahren verfolge ich die Serie rund um die Starks, Lennisters und Targaryens und liebe die Welt, die Figuren und die gesamte Geschichte. 

Und als diese tolle Maske bei mir eingezogen ist, konnte ich kaum abwarten und habe sie schnell fertig gebastelt. Aber wie das oft so ist, wie gewonnen, so zerronnen. Oder in dem Fall: kaum fertig, schon hing halb sabbernd jemand davor und wollte sie unbedingt haben :-D

Und so bin ich losgestiefelt und habe nochmal eingekauft, diesmal aber nicht für mich zum basteln sondern für einen von euch. Damit möchte ich mich bei euch für wunderbare Kontakte, nette Gespräche und viele tolle Buchtipps bedanken. 


Nun aber ohne viel Geschwafel zu den "Spielregeln" für diese Verlosung:

Folge mir und lass einen Kommentar da.
Verrate mir darin auch, wo du mir folgst und wie du dort heißt, damit ich dich im Gewinnfall schnell benachrichtigen kann.

Ein weiteres Los kannst du sammeln, wenn du auch auf Instagram teilnimmst.  >>HIER<< ist der Link zu meinem Profil.

Wenn du etwas Werbung für diese Verlosung machst, würde es mich natürlich freuen, das ist aber keine Voraussetzung.

Die Verlosung läuft nur innerhalb Deutschlands.
Teilnehmen kannst du bist zum 31.Oktober um 23:59 
Der Gewinner wird danach in diesem Post veröffentlicht.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und ich trage keine Haftung wenn das Päckchen auf dem Versandweg beschädigt wird oder verloren geht. 
Du solltest Volljährig sein oder mir im Gewinnfall die Erlaubnis deiner Eltern zukommen lassen, damit ich dir deinen Gewinn schicken darf.  

Viele Grüße, Steffi


Donnerstag, September 28

[Aktion] Handlettering der Buchblogger

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Anja von Nisnis Bücherliebe , Leni von Meine Welt voller Welten und Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee haben sich eine tolle Aktion einfallen lassen. Jeden Monat geben sie ein buchiges Thema vor, zu dem alle eingeladen sind ein Handlettering zu gestalten und es miteinander zu teilen. 
Da dies eine super Möglichkeit für mich ist mit dem Lettern anzufangen, möchte auch ich gerne mitmachen. 

Das Thema diesen Monat lautet:

Ich hab hin und her überlegt, welches Buch ich nehmen soll und habe mich dann für meinen derzeitigen Lesestoff entschieden. Einfach, weil der Titel mir schon so gut gefällt, er simpel und doch so vielsagend ist und mir fix etwas dafür eingefallen ist. Was mir persönlich bei meinem ersten Lettering überhaupt sehr zugute kam^^

Ich habe mich für "Victoria und Abdul" von Shrabani Basu entschieden. Das Buch, das die Vorlage für den gleichnamigen Film bietet, der heute in die Kinos gekommen ist. Erzählt wird die Geschichte von Abdul, der als Diener an den englischen Hof kommt und fortan Königin Victoria dient. Schnell erlangt er ihre Achtung, ihr Vertrauen und ihre Freundschaft, was in den Kreisen beider ein Dorn im Auge ist. Ich wollte das Buch unbedingt lesen, bevor ich den Film sehe und bin bislang sehr begeistert. Meine Rezension kommt in einigen Tagen. Mein Lettering dazu schon jetzt :-)
Vor lauter Tatendrang habe ich ganz vergessen Bilder vom Entstehungsprozess zu machen. Aber glaubt mir, so spannend war das auch gar nicht. Der Radiergummi ist um einiges kürzer geworden, mein Bleistift hat an Länge verloren und ich hätte nicht gedacht, das schön schreiben so lange dauern kann. Aber ok, es ist fertig geworden und ich finde es eigentlich ganz gut gelungen, dafür, das es mein erstes Lettering ist. 


"Victoria" ist geformt wie eine Krone, dazu das Blau, was ihre Kühlheit und natürlich ihr "Blaues Blut" unterstreichen soll. Ich wählte eine schmucklose Schriftart, da dies widerspiegeln sollte, wie sie sein sollte: Gradlinig, steif, seriös. Dagegen kommt Abdul aus Indien. Die Schrift sollte seine Herkunft widerspiegeln, die Farben zeigen das er ein warmherziger Mensch ist und zu dem das steife in "Victoria" auflockern. Beides sollte im kompletten Kontrast zueinander stehen und doch zusammen passen. 

Hier mal der Trailer zum Film: 


Ich hoffe euch gefällt mein erster Versuch. Mein Fazit ist: Ich muss dringend noch mehr üben. Nein, ich will dringend noch mehr üben. Und mein Papier ist nicht so geeignet um wirklich scharfe Linien zu ziehen. Zumindest nicht mit den Stiften, die ich genutzt habe. Aber hey, Versuch macht klug ;-)

Lettert ihr auch? Wenn ja, würde ich mich über Tipps sehr freuen. Und wenn ihr eure Bilder irgendwo veröffentlicht, lasst mir doch gerne einen Link da, ich würd gern bei euch vorbei schauen. 

Alles Liebe, 
Steffi


Dienstag, September 26

[Rezension] Ich soll nicht lügen von Sarah J. Naughton

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Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungstermin: 8. September 2017
ISBN-10: 3548289185

Zwei Frauen umkreisen einander in einem Netz aus Lügen. Wer ist Täter, wer ist Opfer? »Er war die Liebe meines Lebens.« »Warum wusste ich nicht, dass mein Bruder verlobt ist?« »Er war depressiv und wollte sich umbringen.« »Mein Bruder hatte keine Depressionen.« »Er ist einfach gesprungen.« »Und wenn ihn jemand gestoßen hat?« »Ich bin die Liebe seines Lebens.« »Bist du seine Mörderin?« Mags' Bruder Abe liegt im Koma. Er ist von einer Treppe zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei glaubt seiner Verlobten Jody, dass es ein Selbstmordversuch war. Mags glaubt ihr nicht. Sie ist sicher, dass Jody lügt. Aber warum? Psychologisch raffinierte Spannung für die Fans von "Girl on the Train" und "Die Witwe".

Sarah J Naughton hat in England bereits zwei Thriller für Jugendliche veröffentlicht. TATTLETALE ist ihr erster Spannungsroman für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie in London.



Auf kräftigem Farbverlauf von Orange zu Pink sieht man das Gesicht eines Mädchens, und die Schatten von Ästen. Über das ganze Cover verteilt sich in großer Schrift der glänzende Buchtitel. Sehr ansprechend finde ich das Cover allerdings nicht, zumal es auf mich nicht wie ein Psychothriller wirkt.

Die Empfehlung einer Freundin hat mich aufmerksam auf dieses Buch gemacht. Ohne sie wäre die Geschichte wohl völlig an mir vorbei gegangen, da mich das Cover ehrlich gesagt nicht dazu gebracht hätte mir den Klappentext durchzulesen.

Nachdem Abe von einer Treppe gefallen ist, liegt er im Koma. Seine Verlobte Jody behauptet, er habe sich unter Depressionen versucht auf diese Weise das Leben zu nehmen. Die Polizei glaubt ihr. Nur Megs, Abes Schwester, die schon seit längerem keinen Kontakt mehr zu ihm hatte vermutet etwas anderes hinter dem Sturz.

Ohne viel Zeit mit Nebensächlichkeiten zu verschwenden setzt die Geschichte direkt nach dem Sturz ein. Man ist mitten im Geschehen und nimmt alles sehr intensiv wahr. Auch die Spannungshaltung ist direkt gegeben, da hier nicht viel weiterführendes verraten wird und man somit schnell Vermutungen anstellt und Dinge anfängt zu hinterfragen.

Der in der Ich-Form verfasste Psychothriller wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Man schlüpft quasie von einem Charakter in den nächsten und hat so nicht nur einen tollen Rundum-Blick, der einem die Geschehnisse aus vielen Blickwinkeln beleuchtet, man lernt die einzelnen Personen so auch im Laufe der Geschichte sehr gut kennen, weiß um ihre Gedanken, Ängste und Gefühle.
Neben dem eigentlichen Vorteil, das man als Leser einen wirklich tiefen Einblick bekommt empfinde ich es als sehr angenehm, das die jeweiligen Wechsel vorher durch ihre Namen angekündigt werden.
Auch Rückblicke gibt es einige in „Ich soll nicht lügen“. Sie unterstreichen verschiedene Situationen, Verhaltensmuster oder Erinnerungen und sind im Buch leicht durch die kursive Schriftart zu erkennen.
Diese klaren Abgrenzungen machen einem das Lesen und Verstehen des Buches sehr leicht. Etwas, wofür auch der angenehme Schreibstil der Autorin sorgt. Man möchte weiterlesen, weil es spannend und rätselhaft ist und weil man dank Schreibstil und Formatierung so leicht voran kommt.

Die Charaktere selber haben mich anfangs nicht so begeistert. Im Laufe des Buches gibt sich dies Gefühl allerdings, da man viel über sie und ihre Vergangenheit erfährt. Vor allem bei Abe und Mags wird viel durch die Rückblenden erklärt. Es ist unglaublich zu lesen, wie man sich entfremden kann und sich Stück für Stück alles offenbart.

Lasst euch nicht vom Cover täuschen. Dies ist definitiv ein Psychothriller.
Sarah J. Naughton ist ein wirklich tolles Buch gelungen, das grausam, krank, spannend und bei all dem wirklich gut lesbar ist.